Neues Projekt für an Demenz erkrankte BewohnerInnen
In einem ersten Schritt werden bei den Barmherzigen Brüdern neun demente BewohnerInnen von einem Team individuell betreut. Kontinuierlich soll diese Zahl auf 25 bis 30 Personen gesteigert werden. Erste Erfolge geben diesem Konzept recht. Demenz äußert sich vor allem in Defiziten des Kurzzeitgedächtnis, des Denkvermögens, der Sprache sowie der Motorik und vor allem in der Persönlichkeitsstruktur.
In Ihrer Ansprache betonte Frau Landesrat Mag. Johanna Mikl-Leitner die Wichtigkeit solcher Einrichtungen, da aus allen demographischen Untersuchungen hervorgeht, dass die Bevölkerung immer älter wird und der Bedarf an gezielter Betreuung für Demenzkranke in den nächsten Jahren stark zunehmen wird.
Engagement der MitarbeiterInnen
Die MitarbeiterInnen der Barmherzigen Brüder wurden auf dieses Projekt durch spezielle Kurse in Validation ausgebildet (spezielle Schulung für die Kommunikation mit alten und an Demenz erkrankten Menschen) und tragen dieses Projekt voll Engagement mit. Die Pflege und Betreuung alter Menschen ist ein fordernder Beruf, der aber auch Dank viele kleiner Erfolge motiviert und letztlich auch Freude bereitet - sowohl den Betreuten, als auch den Betreuern. Dies wird auch am Projekt „D'Kuchl" sichtbar. Die Barmherzigen Brüder in Kritzendorf wollen gerade diesen Aspekt in der Betreuung älterer Menschen vermitteln, und bieten interessierten Pflegfachkräften jederzeit die Möglichkeit zur Mitarbeit.
Individuelle Betreuung zeigt bereits Erfolge
Demenz äußert sich vor allem in der Verminderung oder im Verlust kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten, die zu einer Beeinträchtigung verschiedenster Funktionen (bspw. Gedächtnisstörungen, Motorik, Persönlichkeitsstruktur etc.) führen. Für die Betroffenen besonders belastend ist der Verlust bereits erworbener Fähigkeiten.
Und gerade hier setzt das individuelle Betreuungsprogramm im Alten- und Pflegeheim der Barmherzigen Brüder an. Durch Spezialangebote, die von Basteln, Kochen über Gedächtnistraining bis zur individuellen Physio- und Ergotherapie reichen, wird das subjektive und objektive Wohlempfinden der BewohnerInnen deutlich gesteigert. Die objektiven Erfolge der individuellen Betreuung zeigen sich u. a. in der Möglichkeit, Medikamente zu reduzieren und in einer größeren Ausgeglichenheit der BewohnerInnen. Diese knüpfen neue Kontakte und kommen wieder miteinander ins Gespräch. War in der Kindheit und Jugend vieler betagter Menschen die Küche das Kommunikationszentrum des Hauses, so ist dies heute die „D´Kuchl" im Alten- und Pflegeheim der Barmherzigen Brüder in Kritzendorf.
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| Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Alten- und Pflegeheimes in Kritzendorf sowie mit unserem Seelsorger P. Ulrich, Kaufm. Dir. Karin Schmidt und Pflegedirektorin Roswitha Matzelberger |
