Entscheidend für die Wahl eines Qualitätsmanagementsystems nach pCC inkl. KTQ war neben dem Krankenhaus-Fokus des Systems die Tatsache, dass diese nicht nur möglichst klare Arbeitsabläufe (KTQ) verlangt, sondern auch überprüft, wie christliche Werte im
Krankenhausalltag gelebt werden (proCum Cert).
Die Zertifizierung selbst ist als Gütesiegel zu betrachten. Der Patient erhält also die Gewissheit, dass er in einem Krankenhaus betreut wird, das der Qualitätsarbeit einen hohen Stellenwert einräumt. Medizinische Spitzenleistungen und gute organisatorische Strukturen sind wichtig - menschliche Zuwendung, Wärme und ein offenes Gespräch für den Genesungsprozess aber von ebenso elementarer Bedeutung. Die Zertifizierung nach proCum Cert belegt offiziell die Verankerung christlicher Werte in den Krankenhäusern der Barmherzigen Brüder und Schwestern - professionelles Management und konfessionelle Wertvorstellung ergänzen einander eben auf besondere Weise.
Kooperation für Transparenz und Qualität - drei Schlagworte, die für die weitreichende Wirkung des Qualitätsmanagementsystems sprechen. Kooperation zwischen den einzelnen Berufsgruppen ist für die optimale Patientenversorgung notwendig. Durch Transparenz werden Abläufe und Leistungen für alle ersichtlich. Qualität betrifft vor allem die ständige Verbesserung und somit Weiterentwicklung unseres Krankenhauses.
Die neun Kategorien für die Zertifizierung nach proCum Cert inkl. KTQ:
1. Patientenorientierung:
Räumliche Orientierung im Krankenhaus, Behandlungs- und Therapieprozesse inkl. umfassender Aufklärung, Patientenwohl, verantwortungsvolles Entlassungsmanagement
2. Mitarbeiterorientierung:
Personalplanung, Weiterbildung, Förderung der christlich-ethischen Kompetenz
3. Sicherheit im Krankenhaus:
Arbeits- und Brandschutz, Katastrophenschutz, Hygienerichtlinien
4. Informationswesen:
Datenschutz, strikte Regelungen bei Informationsweitergabe, Dokumentation
5. Krankenhausführung:
Christliche Unternehmenskultur, wertschätzende Personalführung
6. Qualitätsmanagement:
Ständige Verbesserung der Qualität z. B. durch Aufnahme von Patientenanliegen, Qualitätssicherung durch interne und externe Vergleiche
7. Seelsorge im kirchlichen Krankenhaus:
Möglichkeiten des vertraulichen Gesprächs von Seelsorgern mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden, Integration der Seelsorge in den Behandlungsprozess
8. Verantwortung gegenüber der Gesellschaft:
Ausbildungs- und Praktikumsplätze im Krankenhaus, ehrenamtliches und bürgerliches Engagement
9. Trägerverantwortung:
Strategie und Führung des Krankenhausträgers ist vom christlichen Profil geprägt